Ausstellung Ernst Fuchs//


3. Februar 2011 bis 6. März 2011

Ausstellung Ernst Fuchs

„DIE PHANTASTISCHE SAMMLUNG“

Hundert Meisterwerke von Ernst Fuchs

Gemälde - Skulpturen - Graphiken

Ausstellung: vom 4. Februar bis 6. März 2011

Ausstellungseröffnung: am 4. Februar 2011 14 Uhr

Begrüßung: Horst Werner

Grußwort: S.E. Botschafter Dr. Ralph Scheide

Einführung: Kunsthistorikerin Dr. Cornelia Mensdorff-Pouilly - Muse, Sammlerin und Managerin von Ernst Fuchs

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 14 bis 19 Uhr, Sonntag 11 – 18 Uhr

Eintrittspreise: Erwachsene € 5,- ; ermäßigt € 3,- ; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei. Führungen zzgl. € 3,- pro Person.

Führungen durch die Ausstellung: Öffentliche Führungen sonntags 14 Uhr. Gruppenführungen nach Vereinbarung.

Schirmherrschaft: Östereichische Botschaft Berlin.

Die Fabrik der Künste präsentiert eine für Norddeutschland außergewöhnliche und einmalige Ausstellung – ERNST FUCHS „DIE PHANTASTISCHE SAMMLUNG“ von Dr. Cornelia Mensdorff-Pouilly mit einhundert Meisterwerken – Gemälde – Skulpturen – Grafiken von Ernst Fuchs.

Die Ausstellung hat einen retrospektiven Charakter und gibt einen Überblick über 65 Schaffensjahre des großen Meisters der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Die Auseinandersetzung mit weltberühmten Werken, wie der Miniatur „tabula smaragdina“ 1952, der Bronze „Golem“ 1969 und die neue "Kleine schwebende Venus" entführen den Besucher in eine Welt voller Visionen, Mythen und des kosmischen Denkens.

Ernst Fuchs, 1930 in Wien geboren, schuf schon ab 1945 ein Oeuvre phantastischer Kunst, das sich um Abstraktion und Moderne unbekümmert, aus alten Mythologien speist und nahtlos an Surrealismus und Symbolismus anknüpft. Frühe Fuchs-Werke erinnern an Max Ernst, anderes ist deutlich durch Gustave Moreau inspiriert. An den Jugendstil erinnern vor allem die Skulpturen des Malers, der sich auch der Architektur , Literatur und Musik widmet. Zwölf Jahre lebte Ernst Fuchs in Paris, lernte dort Picasso, Max Ernst, Jean Paul Sartre und seinen Freund und Mentor Salvador Dali kennen. Ernst Fuchs – in Fachkreisen als „Malerfürst“ bezeichnet – hat 16 Kinder mit 7 Frauen und lebt in Wien und Monaco.

www.ernst-fuchs.at

Dali über Fuchs: " Fuchs ist der deutsche Dali" und "Dali ist der lateinisch- iberische Dürer"


Arbeiten aus der "Phantastischen Sammlung"


Biografische Skizze

13. Februar 1930 Ernst Fuchs wurde als einziges Kind von Maximilian und Leopoldine Fuchs in Wien geboren. Vater und Großvater waren jüdischen Glaubens.

1942 Bekennung zum römisch-katholischen Glauben. Taufe im Stephansdom Wien.

1942 – 1945 Unterricht in Bildhauerei und Malerei bei Emmy Steinböck und Fritz Fröhlich an der Malschule St. Anna in Wien

1945 – 1950 Studium an der „Akademie der bildenden Künste“ Wien, bei Robin Andersen und Albert Gütersloh.

1948 Gründung der „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ zusammen mit Wolfgang Hutter, Arik Brauer, Rudolf Hausner und Anton Lehmden Heirat - Geburt des ersten Kindes (insgesamt 16 Kinder mit 7 Frauen)

1950 Übersiedlung nach Paris – lernte Picasso, Max Ernst, Jean Paul Sartre und seinen späteren Mentor Salvador Dali persönlich kennen.

1952 - 1956 Reisen nach Amerika, Italien, Spanien und England

1957 Aufenthalt im Dormitio-Kloster am Berg Zion (Israel) - begann seine monumentalen „Abendmahl-Darstellungen“.

1966 Professur an der Wiener Akademie - Monumentalskulpturen „Esther“ und „Moses“ entstanden.

1972 Erwerb der Otto Wagner Villa in Wien – seit 1986 „Privatmuseum Ernst Fuchs“

1988 Prof. Ernst Fuchs lebt und arbeitet in Wien und Monaco

2010 Fertigstellung der Ausgestaltung der Apokalypsen-Kapelle in Klagenfurt nach 20 jähriger Arbeit. Sein grosses Lebenswerk.

Auszeichnungen

1990 Ritter des Alexander Ordens pour le Mérite für Wissenschaft und Kunst

2004 Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse

2010 Großes Ehrenzeichen des Landes Kärnten und Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien

Phantastische und visionäre Kunst

Ernst Fuchs gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Jetztzeit. Die anfänglich surrealistischen, später manieristischen Werke weisen häufig eine religiöse oder mythologische Symbolik auf. Nach eigenen Aussagen in seinem Buch „Architectura Caelestis“ basieren viele seiner Motive auf visionären Erlebnissen. Beeinflusst durch die flämische Malerei, entstanden in Paris zahlreiche ikonographische Arbeiten. Drei dieser Werke bildeten später das Altarbild der Rosenkranzkirche in Wien-Hetzendorf.

Aus den 1970er-Jahren stammen Skulpturen und einige Opernausstattungen („Parsifal“ und „Die Zauberflöte“ in Hamburg, „Lohengrin“ in München), sowie lyrische Werke und philosophische Essays.

1974 überließ Ernst Fuchs seinem Künstlerfreund Salvador Dali zur Eröffnung dessen Teatre Museu Dali in Figueras ein Exemplar seiner Monumental-Skulptur „Esther“. Dali ließ diese füllige Busenschönheit aus biblischer Zeit als Kühlerfigur auf dem schwarzen Cadillac seiner Frau Gala im Innenhof des Museums aufstellen.

1975 war Fuchs der Jüngste der Künstlerfreundschaft, die Salvador Dali proklamierte: „Wir sind das Goldene Dreieck der Kunst: Breker-Dali-Fuchs. Man kann uns wenden wie man will, wir sind immer oben.“

Des Weiteren pflegte Fuchs Freundschaften mit Arno Breker, Mati Klarwein, Leonor Fini, Friedensreich Hundertwasser und vielen anderen Künstlern.

Fuchs sang und spielte mystisch inspirierte Schallplatten ein, u.a. die Alben „Von Jahwe“ und „Via Dolorosa“, und arbeitete immer wieder auch mit Musikern zusammen, wobei er als Sänger seine spirituellen Motive umsetzte. Im Jahr 1994 folgte weitere Zusammenarbeit, u.a. mit Chris Karrer von Amon Düül II, sowie die Veröffentlichung der DoCD „Mystische Gesänge“.

In den 1990er-Jahren war Fuchs verstärkt als Architekt tätig (St.-Jakob-Kirche in Thal bei Graz, Hotelanlage in St. Veit an der Glan). Auffällig an diesen Werken ist in besonderer Weise die Verwendung intensiver Farben.

Moderne Werke von Fuchs, die bis in die Gegenwart auf biblischen, mystischen oder astrologischen Motiven gründen, sind seit den 1980er Jahren auf Ausstellungen in Österreich, Deutschland, Italien, Japan, Russland und weiteren Ländern zu sehen.

2005 porträtierte der Regisseur und Produzent Jürgen Haase Ernst Fuchs in dem Dokumentarfilm „Mit den Augen der Seele. Straßensänger und Kaiser wollt’ ich werden“.

Im Jahr 2010 fand die Einweihung der Apokalypsen-Kapelle in Klagenfurt statt, an deren Gestaltung Ernst Fuchs 20 Jahre gearbeitet hat und die als sein Lebenswerk gilt.

Review der Vernissage:


Review der Ausstellung im Untergeschoss:

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Review der Ausstellung im Obergeschoss:

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