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24. - 26.Mai 2019
Ausstellung der Künstler Kristin Kossi und Roland Peeters

Vernissage: Freitag 24.Mai 2019, 19.00Uhr

Öffnungszeiten: Sa. - So.: 13.00 - 18.00Uhr

 

Kristin Kossi kreiert in ihren Malereien komplexe Kompositionen. Dafür verwendet sie Ölfarbe, Collage und andere Medien, die farbintensive Bildwelten erwachsen lassen. Sie arbeitet mit einem Spachtel und legt vielzählige Bildebenen übereinander. In der Tradition der Pop-Art entstehen urbane Landschaften oder Porträts von Comicfiguren oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.
www.kristinkossi.com

Roland Peeters Werke sind gleichermaßen zeitgenössisch und der Zeit enthoben. Während uns die vertraute Malweise des "Menschenmalers" noch in Sicherheit wiegt, decken seine Sujets bereits, so diskret wie unerbitterlich, Risse in unserer Existenz auf. In ihrer uneindeutigen Ambivalenz wirken Peeters Gemälde wie fundamentale Sinnbilder einer modernen Condition humaine, in welcher der Mensch gleichermaßen aufgehoben und verloren ist.
www.art.rolandpeeters.com

Roland Peeters
Kristin Kossi

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03.Juni - 07.Juli 2019
"Otto Dix. Werke aus fünf Jahrzehnten"

Eine Kooperation mit der Galerie Nierendorf Berlin

Vernissage: 03.Juni 2019 19.00 Uhr                       

Öffnungszeiten:  Di. – Fr.: 15.00 – 19.00 Uhr; Sa. – So.: 12.00 – 18.00 Uhr

Eintritt: € 5,- (Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei)

 

Der Maler und Graphiker Otto Dix (1891 - 1969) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts und für seine grotesken und gesellschaftskritischen Porträtgemälde bekannt. Neben George Grosz und Max Beckmann ist Dix Mitglied der Neuen Sachlichkeit, einer führenden Kunstbewegung der Weimarer Republik. Sein Werk ist geprägt durch seine Erfahrungen und Eindrücke des Ersten Weltkrieges, zu dem er sich als Freiwilliger gemeldet hatte. "Der Schützengraben" (1923) bildet dieses Grauen ab und gilt als eines der wichtigsten Anti-Kriegsbilder dieser Epoche. Auch viele seiner übrigen Bilder mit den Themen Kriminalität oder Hunger zeigen das Hässliche und die dunklen Seiten des Lebens, wobei die Wirkungen seiner Bilder auf seinem schonungslosen Realismus beruhen. Er entwickelt einen charakteristischen Porträtstil, wobei er für seine Gemälde Ölfarben verwendet, die er in altmeisterlicher Manier fein lasierend auf Holztafeln aufbringt. Nachdem Dix anfangs noch dem Expressionismus folgt, entwickelt er jedoch um 1920 eine zunehmend realistische Malweise, bis hin zur Überzeichnung und schonungslosen Darstellung bzw. Demaskierung der hässlichen Seiten der Menschen und des tagtäglichen Lebens. Er stellt bekannte Personen des öffentlichen Lebens gnadenlos und auf ihre nackte Menschlichkeit zurückgeführt dar. Diese Malweise erscheint Otto Dix ehrlicher zu sein als die "Schönfärberei" etwa der Expressionisten.

 

Begleitprogramm:

Sonntag, 16. Juni, 17 Uhr

Zum 50. Todestag (im Juli 2019): Otto Dix – »Der Maler ist das Auge der Welt«

Eine künstlerisch-literarische Revue des bekannten Kunsthistorikers Dr. Thomas Carstensen mit Musik von Jurij Kandelja (Bajanakkordeon)

Leben und Werk von Otto Dix vermitteln ein schillerndes Panorama des 20. Jahrhunderts: die starre Enge der wilhelminischen Ära, das Inferno des 1. Weltkriegs, die wilden 20er Jahre, das drohende Heraufziehen des Nationalsozialismus. Musikalisch begleitet vom Bajan-Virtuosen Jurij Kandelja wird dieses dramatische Zeitalter voller Glanz und Elend, Aufstieg und Niedergang, Lebensgier und Todessehnsucht in einer packenden literarischen und musikalischen Revue noch einmal lebendig.

Sonntag, 7. Juli, 12 Uhr (Finissage)

Impressionen der 20er Jahre

Die Schauspielerin Ingrid Sanne liest Auszüge aus »Das wilde Fest« – der Jazz-Age-Klassiker von J. M. March. Das Werk galt 1928 als unpublizierbar, weil zu gewagt.

 

Matrose und Mädchen, Farblithographie, ©Sammlung Karsch/Nierendorf
Sketch, Radierung, ©Sammlung Karsch/Nierendorf
Kupplerin, Farblithographie, ©Sammlung Karsch/Nierendorf

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25.Juli - 04.August 2019
POSITION. Forum /Ausstellung des Hamburger BBKs (Berufsverband Bildender Künstler*innen)

Der Berufsverband Bildender Künstler*innen hat 2012 die POSITION. Forum/Ausstellung ins Leben gerufen. Die Ausstellungsreihe zeigt die künstlerischen Positionen der Neumitglieder. Zur laufenden Ausstellung werden Abendveranstaltungen zu kulturpolitischen, theoretischen und praktischen Themen wie Kunst im öffentlichen Raum, Eigeninitiativen von und für Künstler*innen sowie kunsthistorische Kontexte mit Bezug zur Gegenwartskunst und das Berufsbild der Bildenden Künstler*innen stattfinden. Das Programm wird einen spannenden und diskursiven Austausch initiieren.

Simone Karl, Katarakt, 2017-2019, Installation und Performance, Detailansicht

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16. - 29.September 2019
"LUST" - Dionysische Dialektik 

Ausstellung der Künstler Rudi Kargus und Prof. Christian Hahn

 

Vernissage: Mo 16.9.2019 18.30Uhr

Finissage: So. 29.09.2019 17.00Uhr Künstlergespräch

Öffnungszeiten: Do. - Fr. 15.00 - 19.00Uhr; Sa.: 12.00 - 18.00Uhr; So.: 10.00 - 18.00Uhr

 

Als "Dionysische Dialektik" ist die Malerei der beiden Künstler zu beschreiben, da sie im Spannungsfeld von Sinnlichkeit und rationaler Reflektion, von Lust und Frust, von Aggression und Romantik arbeiten. Eine Malerei, die sich lediglich Malerei immanenten Kategorien verpflichtet fühlt. Wohl wissend, dass sich diese im Spannungsfeld zur "Realität", zu "aktuellen gesellschaftlichen Prozessen" befindet. Der Betrachter ist aufgefordert sich Lustvoll in den visuellen Strudel der Werke zu begeben. Eine aufgebrochene Wirklichkeit zu erleben, die Platz macht für eigene Bedeutungsräume und damit eigene Realitäten.

Rudi Kargus
Rudi Kargus
Rudi Kargus
Prof. Christian Hahn
Prof. Christian Hahn
Prof. Christian Hahn

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22.Oktober – 01.Dezember 2019

Friedensreich Hundertwasser - Der Weltverbesserer

Vernissage: 22.Oktober 19.00Uhr

Öffnungszeiten: Di. - Fr.: 15.00 - 19.00Uhr; Sa. - So.: 12.00 - 18.00Uhr

Eintritt: € 6,-

"Nur mit Kunst kann man die Welt verändern"

Friedensreich Hundertwasser wurde am 15. Dezember 1928 in Wien geboren. Die organisch-natürlichen Formen seiner ersten Bilder waren noch stark vom Jugendstil und der Bildsprache der Wiener Secession beeinflusst, richteten sich aber bereits früh gegen die als seelenlos verstandene Industrialisierung und Technisierung der großstädtischen Welt. Unter dem von der Lebensreformbewegung entwickelten Motto "zurück zur Natur" war Hundertwasser von einem enormen Kampfgeist getrieben. Monatelang ernährte sich der junge Künstler von Küchenabfällen, um seiner Umgebung zu beweisen, dass der Besitz von Geld völlig überflüssig ist und die hemmungslose Jagd nach Reichtum in den sicheren Untergang führt.

Das künstlerische Werk von Friedensreich Hundertwasser ist voll von natürlicher und farbiger Vitalität, seine Figuren sind voll von individueller Lebenskraft. Er richtet sich gegen jegliche mit dem Lineal gezogene Linie und gegen jede künstlerische, städtebauliche und architektonische Standardisierung. Seine Spiralen, seine Zwiebeltürme, seine bunten, schrägen Häuser, seine Bilder mit ihren runden Formen, beschwören die Rückgewinnung einer Verbindung zwischen Mensch und Natur.

"Ich werde leben und dafür sorgen, dass diese Wandlung vollzogen werden kann. Darin sehe ich meine Aufgabe, und ich werde kämpfen, solange ich kämpfen kann, um der Natur wieder zu ihrem Recht zu verhelfen und auch der Farbe in der Architektur."

Hundertwassers politisch-ästhetische Position und das daraus erwachsene Werk bildet innerhalb von Kunst und Architektur des 20. Jahrhunderts eine absolute Ausnahmeerscheinung und wird heute weltweit verehrt.Die Fabrik der Künste Hamburg widmet sich in Kooperation mit der Ernst Barlach Museumsgesellschaft vom 22. Oktober bis zum 1. Dezember 2019 in einer groß angelegten Ausstellung von künstlerischen, architektonischen, fotografischen und kunstgewerblichen Arbeiten dem Gesamtwerk von Friedensreich Hundertwasser.

Eine Kooperation mit der Ernst Barlach Gesellschaft Hamburg

 

Friedensreich Hundertwasser-Irinaland over the Balkans-Farbserigrafie 1971-72 © NAMIDA AG, Glarus, Schweiz
Friedensreich Hundertwasser-Look at it on a rainy day-Farbserigrafie 1971-72 © 2011 NAMIDA AG, Glarus, Schweiz
Friedensreich Hundertwasser-Testament in gelb, Farbserigrafie 1971 © 2011 NAMIDA AG, Glarus, Schweiz