Veranstaltungen//

Vorschau 2021

  •  

12.Oktober – 07.November 2021

Vier Freunde 

Künstler - Quartett in Hamburg : Ausstellung der Künstler Eduardo Arroyo, Bruno Bruni, Camilla und Valerio Adami

 

Öffnungszeiten: Di. – Fr.:  15.00 – 19.00Uhr; Sa. – So.:12.00 – 18.00Uhr

In der Fabrik der Künste treffen sich vier Künstler zu einem ungewöhnlichen melancholischen Miteinander. Freunde auch über den Tod hinaus.Denn in der Ausstellung von Camilla und Valerio Adami, Eduardo Arroyo und Bruno Bruni wird deutlich: Hier hängen Bilder von Menschen, die sich in ihrer Arbeit nicht nur begegneten, nein, sie haben sich gegenseitig gefordert, gefördert und geformt. Auch wenn Eduardo Arroyo vor drei Jahren gestorben ist – in ihrer gemeinsamen Geschichte lebt er weiter.

Arroyo ist der Kern der Kunst-Kumpels. Die vier waren knapp waren knapp über 20Jahre alt, als sie sich in Italien trafen. Hier entstand zu Beginn der 1960er Jahre eine unzerstörbare Freundschaft. Arroyo war der Dreh- und Angelpunkt, um den herum diese Beziehung aufgebaut wurde. Ein Beispiel dafür sind die einzigartigen „Ehen“, die er 1998 organisierte: Damals bat er 20Künstler, mit denen er befreundet war, „Paare“ zu schaffen: Ein Werk von seiner Hand in Verbindung mit dem eines anderen Malers. Bruno Bruni, Camilla und Valerio Adami hatten zwangsläufig einen Platz in der Paarung. Als Antwort auf ihren Freundzeichneten sie: Das Buntstiftportrait einer Katze, die Camilla einen beunruhigenden Blick zugeworfen hatte, wurde mit einem rätselhaften Vanitas-Aquarell kombiniert. Bruno Bruni hat ein zartes Frauenportrait in schwarzem Bleistift mit dem Titel „Transylvania Express“ mit einem italienischen Bahnhofsvorsteher in Aquarell vermählt.

Es gab aber auch einige Duette, in denen etwa Arroyo und Bruni ihre Unterschiede kombinierten: Gemeinsam angefertigte Lithographien, eine Ausstellung von papierarbeiten mit dem Stierkampftitel „Mano a mano“. Mit einem Sinn für Humor und einem exquisiten Hauch von Surrealismus, stellten die beiden Maler ihre jeweiligen Werke gegenüber.

Der Boxsport interessierte sie alle. Arroyo erinnerte sich gerne daran, dass Valerio in Mailand eine Ausstellung organisiert hatte, bei der ein Ring die Mitte des Raumes einnahm. Es gibt alle möglichen Erinnerungen, die nicht an den Wänden oder in den Katalogen stehen, sondern im Herzen jedes jeder Einzelnen lagern. Die Künstler  erkunden die figurative Malerei und bewahren dabei das Geheimnisvolle, das jeder der Welten innewohnt.

Historisch gesehen gehören Valerio Adami und Eduardo Arroyo zu der Bewegung der Figuration Narrative, die die Pariser Kunstszene aufgerüttelt und internationale Bedeutung erlangt hat.

Camilla Adami, die sich seit Jahren der Zeichnung verschrieben hat, bevorzugt große Formate, weil sie die Geste braucht, um ihre Serien zu malen. Durch die subtilen Mittel, die sie verwendet, scheint sie mit ihrer Malerei eins zu sein, der sie Wärme und Gewicht verleiht. Bruno Bruni, der Poet des Trompe-l´oeil, malt mit akribischer Beharrlichkeit das Rätsel, das sich in jedem Bild wellenförmig ausbreitet und dann aufbricht. Die farbigen, flächigen Töne von Valerio Adami, die von schwarz umgeben sind, stellen immer einen komplexen Vorschlag dar, der den Geist in Bewegung setzt. Eduardo Arroyo präsentiert uns Geschichten in einer polysemischen Figuration, die manchmal unsere direkte Wahrnehmung verwischt; es liegt an uns, die Geschichte zu rekonstruieren.

Und über alle dem – die Freundschaft, das Mit- und Beieinander, auch das gemeinsame Gelingen von Gegensätzlichem

Text: Fabienne Di Rocco; Andreas Kuhnt

  •  

10. – 19.Dezember 2021

„Legends of Music of the 70’s and 80’s“

Fotoausstellung von Gesine Unverzagt

Eröffnung: Musikjournalist Dr. Peter Urban

Musik: DJ Jacob Unverzagt

Öffnungszeiten: Di. - Fr.: 15.00 - 19.00Uhr; Sa. - So.12.00 -18.00 Uhr

Vor allem den Menschen zu sehen, seine individuelle Persönlichkeit zu erkennen und nicht nur den Star im Scheinwerferlicht – darum ging und geht es Gesine Unverzagt in ihren Fotografien  der großen Musiklegenden von ABBA bis Zappa.

Erstmalig zeigt die Fotografin im Rahmen dieser Ausstellung ca. 70 Werke aus ihrem großen Fundus.  Im Rahmen ihrer Begegnungen mit ca. 200  namhaften Bands und Musikern entstanden Porträts, Studioaufnahmen, Shootings - auch anlässlich von Homestories oder „on stage“. Einige der Aufnahmen waren bisher unveröffentlicht.

Nachdem Gesine Unverzagt in Paris als Assistentin des berühmten Mode- und People-Fotografen Frank Horvat gearbeitet hatte, begann der Einstieg in die internationale Musikszene mit Aufnahmen der Gruppe Can Anfang der 70er Jahre in Zürich.

Schnell folgten Aufträge von verschiedenen Unternehmen aus der internationalen Musikbranche. Die Zeit der vielschichtigen Begegnungen mit Celebrities dieser Szene prägte ihren Sinn und insbesondere ihr Interesse für das Hintergründige und Verborgene abseits des Illustren.

Der unmittelbare Kontakt zu den zum Teil herausfordernden und im Umgang oft schwierigen Künstlern verlangten von ihr aber auch Souveränität und Courage in einer Zeit, in der Fotografinnen in der noch überwiegenden Männerwelt selten waren.

Später gründete sie in Hamburg ihr eigenes Studio für People- und Modeproduktionen. Nationale wie internationale Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Fachmedien beauftragten sie in den legendären 70er und 80er Jahren immer wieder, mit ihrem besonderen Blick „das Eigentliche und  das Wahre hinter der Fassade“ in besonderen Momenten einzufangen.

Seit über zwanzig Jahren bereist sie bis heute als Reisejournalistin und Fotografin für nationale sowie internationale Medien die Welt – immer noch fokussiert auf Menschen unterschiedlicher Kulturen. Musik spielt auch dabei eine wesentliche Rolle.

 

www.gesine-unverzagt.de