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20. August - 08. September 2019
In Zukunft.
Möglichkeitsräume.

Vernissage: 20. August, 19.00Uhr

Eröffnung: Prof. Dr. Harald Welzer (Direktor FUTURZWEI)

Öffnungszeiten: Di. - Fr.: 15.00 - 19.00Uhr;  Sa. - So.: 12.00 - 18.00Uhr

Finissage: 08. September

Zukunft, das war einmal DAS verheißungsvolle Wort der westlichen Moderne. Sie galt als das zu Erstrebende und zu Gestaltende, und in dieser Vorwärtsperspektive stiftete sie auch Zusammenhalt, ein gemeinsam zu Erreichendes. Heute ist Zukunft in den reichen Ländern eine Kategorie von Gestern. Man baut absolutistische Schlösser als Fake-Kulissen, verzeichnet ein unerklärliches Größenwachstum von Autos und Kreuzfahrtschiffen und die Mahner und Warner aus Klima- und Biowissenschaften vermitteln unabsichtlich das Bild, dass Zukunft etwas zu Vermeidendes sei - auf jeden Fall schlechter als die Gegenwart. Das ist exakt das Szenario für einen großen Generationenkonflikt, wie er sich seit dem vergangenen Jahr andeutet und in #unteilbar und #FridaysForFuture ersten Ausdruck findet. Diejenigen, die ihre persönliche Zukunft noch vor sich haben, stellen sich gegen diejenigen, die sie rücksichtslos konsumieren. Das FUTURZWEI-Projekt "Zukunftsbilder der Nachhaltigkeit" hat Gespräche mit unterschiedlichen Gruppen von Jugendlichen über ihre Träume und Zukunftsvorstellungen geführt und transponiert diese in künstlerische Konzepte - so auch in diese Ausstellung, in der künstlerische Positionen zu den Räumen gezeigt werden, in denen Zukunft wohnt. Das können dystopische, postkatastrophische Räume wie bei Regina Schmeken sein, alltagsweltliche wie bei Peter Piller, biographische wie bei Karin Sander oder solche der Leere wie bei Christoph Mayer CHM. FUTURZWEI kuratiert auf diese Weise Möglichkeitsräume des Zukünftigen und behauptet, dass die Zukunft da ist. Hier. Wenn man sie macht.

Eine Kooperation mit FUTURZWEI I Stiftung Zukunftsfähigkeit, Berlin

Konzeption/Kuratoren: Dana Giesecke und Harald Welzer

Wissenschaftliche Mitarbeit: Gemina Picht und Magali Mohr

www.in-zukunft.org

 

 

Programm

20. August, 19 Uhr: Vernissage. Eröffnungsworte Prof. Dr. Harald Welzer von FUTURZWEI und Horst Werner von der Fabrik der Künste; anschliessend Hoffest u.a. mit Holycrab!, die mit ihrem Konzept invasive Arten zu Delikatessen zu verarbeiten, den Gästen an diesem Abend einen außergewöhnlichen Ansatz zur Zukunft der Ernährung servieren.

24. August, 18 Uhr: Zukunftsbilder der Nachhaltigkeit, Projektvorstellung Magali Mohr und Gemina Picht von FUTURZWEI

27. August, 18 Uhr: Uncertain Futures. Über Transformationsdesign. Vortrag von Dr. Saskia Hebert von der HBK Braunschweig

30. August, 18 Uhr: Kunststrom für Alle! Wie lässt sich eine autonome Kunstproduktion aufbauen? Kann man aus der Kunst heraus Beispiele für eine gesellschaftliche Transformation herleiten, die selbst vor dem öffentlichen Stromnetz keinen Halt macht? Pablo Wendel spricht über die Praxis der Kunststrom-Produktion und sein bisher ambitioniertestes Projekt, die Performance Electrics gGmbH

31. August, 18 Uhr: Ein Abend im FUTURZWEI. Hamburger Geschichten des Gelingens mit Petra Sommer von der Hanseatischen Materialverwaltung und Carsten Buck von der Agentur Mutter, Moderation: Dana Giesecke von FUTURZWEI

30. August bis 3. September, 15 bis 19 Uhr: botanoadopt. Die Pflanzenklappe® für ungeliebte Pflanzen (kranke Pflanzen oder solche mit Schädlingsbefall werden nicht angenommen), Aktion von 431art

1. September, 10 bis 12 Uhr: Wie entwirft man Zukunftsbilder und Zukunftsartefakte? Beispiele aus dem Seminar Zukunftsbilder und Spekulatives Design des Studiengangs Kommunikationsdesign an der HTW Berlin mit anschließendem Future Prototyping. Ein Workshop des Berliner Ideenlabors

4. September bis 8. September, 15 bis 19 Uhr: botanoadopt. Das Adoptionsbüro: ungeliebte Zimmerpflanzen suchen eine neue Heimat, Aktion von 431art

3. September, 18 Uhr: Wer werden wir gewesen sein? Weiterbauen am zivilisatorischen Projekt, Vortrag von Prof. Dr. Harald Welzer von FUTURZWEI

6. September, 18 Uhr: FAZIT, Projektvorstellung und Gespräch mit Tim Edler von realities:united, Moderation: Dana Giesecke von FUTURZWEI

7. September, 15 bis 18 Uhr: SPEEDY UPCYCLING WORKSHOP: Pimp up your clothes/shirt! Gönne deinen Klamotten ein zweites Leben und verwandle sie mit Stempeln, Pinseln, Schablonen, Bienenwachs und anderen Umgestaltungen in ein wunderschönes Unikat. Für RadfahreInnen gibt es in diesem Workshop die besondere Chance, ihr Shirt, ihre Jacke, ihren Rucksack oder die Tasche mit Reflektorenfarbe aufzupimpen. Eine Werkstatt mit Lisa Prantner von Bis es mir vom Leibe fällt

8. September, 16 Uhr: Finissage. TONALi-Konzert. Spielen. Sprechen. Spontansein. Etwas über TONALi hören. Etwas von den Gründern hören. Etwas mitgestalten. Was genau passiert, weiß keiner. Das was passiert, ist garantiert. Und Einblicke sind auch versprochen. Einblicke in unternehmerische, künstlerische sowie das Publikum involvierende Prozesse

8. September, 18 Uhr: Stehendes Dinner "Dicke Eier" zubereitet von Bernhard Thome und Ibrahim Keshk aus Ägypten; begrenzte Einladungen

 


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16. - 29.September 2019
"LUST" - Dionysische Dialektik 

Ausstellung der Künstler Rudi Kargus und Prof. Christian Hahn

Vernissage: Mo. 16.9.2019 18:30Uhr

Eröffnung: Dr. Veronika Schöne (Kunsthistorikerin)

Finissage: So. 29.09.2019 16.00Uhr Künstlergespräch unter der Leitung von Prof Dr. Michaela Diener (Kunsthistorikerin) Und Songs von und mit Ramon Kramer (Autor, Filmemacher und Songwriter).

Öffnungszeiten: Do. - Fr. 15.00 - 19.00Uhr; Sa. - So.: 11.00 - 18.00Uhr

Als "Dionysische Dialektik" ist die Malerei der beiden Künstler zu beschreiben, da sie im Spannungsfeld von Sinnlichkeit und rationaler Reflektion, von Lust und Frust, von Aggression und Romantik arbeiten. Eine Malerei, die sich lediglich Malerei immanenten Kategorien verpflichtet fühlt. Wohl wissend, dass sich diese im Spannungsfeld zur "Realität", zu "aktuellen gesellschaftlichen Prozessen" befindet. Der Betrachter ist aufgefordert sich Lustvoll in den visuellen Strudel der Werke zu begeben. Eine aufgebrochene Wirklichkeit zu erleben, die Platz macht für eigene Bedeutungsräume und damit eigene Realitäten.

Rudi Kargus
Rudi Kargus
Rudi Kargus
Prof. Christian Hahn
Prof. Christian Hahn
Prof. Christian Hahn

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07. - 13.Oktober 2019

Illustrationsausstellung "Heimat"

Vernissage: Fr. 04.Oktober 19.00Uhr

Die Ausstellung basiert auf einem kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Kolumbien und soll beide Länder einander näher bringen. Dabei wurden Sprachbarrieren und Vorurteile überwunden und am Ende zeigte sich, dass beide Länder bei aller kultureller Verschiedenheit vieles gemeinsam haben. Insgesamt 50 ausgewählte Illustratoren (25 Professionelle und 25 Studenten) beider Länder präsentieren ihre Arbeiten zum Thema Heimat, bzw. einen Teilaspekt von ihrer persönlichen Vorstellung von Heimat.

Henning Wagenbreth
Kai Wuerbs
Lutz Hansen

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22.Oktober – 01.Dezember 2019

Friedensreich Hundertwasser - Der Weltverbesserer

Vernissage: 22.Oktober 19.00Uhr

Öffnungszeiten: Di. - Fr.: 15.00 - 19.00Uhr; Sa. - So.: 12.00 - 18.00Uhr

Eintritt: € 6,-

"Nur mit Kunst kann man die Welt verändern"

Friedensreich Hundertwasser wurde am 15. Dezember 1928 in Wien geboren. Die organisch-natürlichen Formen seiner ersten Bilder waren noch stark vom Jugendstil und der Bildsprache der Wiener Secession beeinflusst, richteten sich aber bereits früh gegen die als seelenlos verstandene Industrialisierung und Technisierung der großstädtischen Welt. Unter dem von der Lebensreformbewegung entwickelten Motto "zurück zur Natur" war Hundertwasser von einem enormen Kampfgeist getrieben. Monatelang ernährte sich der junge Künstler von Küchenabfällen, um seiner Umgebung zu beweisen, dass der Besitz von Geld völlig überflüssig ist und die hemmungslose Jagd nach Reichtum in den sicheren Untergang führt.

Das künstlerische Werk von Friedensreich Hundertwasser ist voll von natürlicher und farbiger Vitalität, seine Figuren sind voll von individueller Lebenskraft. Er richtet sich gegen jegliche mit dem Lineal gezogene Linie und gegen jede künstlerische, städtebauliche und architektonische Standardisierung. Seine Spiralen, seine Zwiebeltürme, seine bunten, schrägen Häuser, seine Bilder mit ihren runden Formen, beschwören die Rückgewinnung einer Verbindung zwischen Mensch und Natur.

"Ich werde leben und dafür sorgen, dass diese Wandlung vollzogen werden kann. Darin sehe ich meine Aufgabe, und ich werde kämpfen, solange ich kämpfen kann, um der Natur wieder zu ihrem Recht zu verhelfen und auch der Farbe in der Architektur."

Hundertwassers politisch-ästhetische Position und das daraus erwachsene Werk bildet innerhalb von Kunst und Architektur des 20. Jahrhunderts eine absolute Ausnahmeerscheinung und wird heute weltweit verehrt.Die Fabrik der Künste Hamburg widmet sich in Kooperation mit der Ernst Barlach Museumsgesellschaft vom 22. Oktober bis zum 1. Dezember 2019 in einer groß angelegten Ausstellung von künstlerischen, architektonischen, fotografischen und kunstgewerblichen Arbeiten dem Gesamtwerk von Friedensreich Hundertwasser.

Eine Kooperation mit der Ernst Barlach Gesellschaft Hamburg

 

Friedensreich Hundertwasser-Irinaland over the Balkans-Farbserigrafie 1971-72 © NAMIDA AG, Glarus, Schweiz
Friedensreich Hundertwasser-Look at it on a rainy day-Farbserigrafie 1971-72 © 2011 NAMIDA AG, Glarus, Schweiz
Friedensreich Hundertwasser-Testament in gelb, Farbserigrafie 1971 © 2011 NAMIDA AG, Glarus, Schweiz