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30. Juni - 12. Juli 2020

Jung - Figürlich - Gutaussehend

Zeitgenössische Malerei von Studenten und Absolventen der Hochschule für bildende Künste Hamburg

Eröffnungstag: Montag, 29.06.20 14.00 – 22.00 Uhr – in Anwesenheit aller Künstler

Öffnungszeiten: Dienstag-Freitag, 15.00 – 19.00 Uhr, Samstag-Sonntag 12.00 – 18.00 Uhr

Eintritt: frei.

Vom Anachronismus in die Zukunft. Nachdem die Malerei und insbesondere die Figuration immer wieder für tot erklärt wurden, zeigt "Jung - Figürlich - Gutaussehend" acht zeitgenössische Positionen, die beweisen, dass sie lebt und in welche Richtung sie sich bewegen kann: Sven Scharfenberg, Tim Ehrich, Till Knapp, Simin Jalilian, Christina Rüesch, Lea Le Floc´h, Marie Boiselle, Künstlerduo Albrecht/Willke. Die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler eint das Medium und der gemeinsame Hunger nach neuen Bildern, die Stadt Hamburg sowie die Ausbildung an der HFBK (Hochschule für bildende Künste).

 

 

Bilder von links nach rechts:

Jalilian / Militärsatellit-Test

Albrecht  + Wilke / Bei Gitti

Ehrich  / ich, zuhause

Knapp / oT / 2020

LeFloch / Tanz in den Bergen

Rüesch / Joggerin

Scharfenberg / Schlafender Riese

Boiselle / Mimi x Winni


10. - 23. August 2020

Ausstellung der Brüder Evgeni, Michael und Semjon Posin

Eröffnung: Mo. 10.August 15.00 - 19.00Uhr

 

Öffnungszeiten: Mo. - Fr.: 15.00 - 19.00Uhr; Sa. - So.: 12.00 - 18.00Uhr

Eintritt frei.

 

 

Drei Brüder zwischen zwei Welten

Von der Kindheit in Sibirien bis zur Audienz beim Papst

Zum ersten Mal seit dem Verlassen der Sowjetunion in den 80iger Jahren des 20. Jahrhunderts werden die Werke der Brüder Posin in Deutschland in einer gemeinsamen Retrospektive gezeigt.

Im Vordergrund der Ausstellung in der Fabrik der Künste stehen vor allem Ölbilder und Zeichnungen, die außerhalb der Sowjetunion entstanden sind, gezeigt werden aber auch einige frühere Arbeiten. Auffallend bei der Betrachtung der Bilder ist, dass jeder der 3 Brüder seinen eigenen Weg in der künstlerischen Darstellung gegangen ist.

Die Brüder Evgeni, Michael und Semjon Posin wuchsen im sibirischen Kansk auf, einer Stadt, deren Bewohner sich überwiegend aus ehemaligen Gulag-Häftlingen und Verbannten zusammensetzte. Nachdem der Vater, Oberst der Roten Armee, während der großen Terrorwelle Stalins 1937/38 Verhaftung und Todesurteil überlebt hatte, wurde er während der 2. großen Verhaftungswelle 1949 mit seiner Familie nach Kansk verbannt, wo er an einer Schule für Militärdolmetscher Japanisch unterrichten musste.

In der Abgeschiedenheit der Provinz entwickelte sich das künstlerische Talent der drei Brüder - Beispiele für gehäufte familiäre Begabungen finden sich ungezählt in der Malerei - und deren Wunsch eine künstlerische Ausbildung zu erhalten, was sie dazu veranlasste, sich gemeinsam an der Kunstakademie in Leningrad zu bewerben, wo sie im Jahr 1973 nach dem Abschluss der Leningrader Kunstfachschule mit Erfolg angenommen wurden. Der erste, völlig unerwartete Konflikt Evgeni Posins mit den Anforderungen der Kulturpolitik zeigte sich bereits bei der Verteidigung seiner Diplomarbeit auf der Kunstakademie im Jahr 1979. In einem Bericht der "Leningrader Prawda" über die Abschlussarbeiten der Absolventen der Kunstakademie wurde der künstlerischen Behandlung seines Themas trotz professioneller Ausführung Mangel an Gefühl und Gleichgültigkeit gegenüber der Geschichte des eigenen Landes vorgeworfen.

Nach Beendigung der Kunstakademie versuchten die Brüder Posin als freie Künstler zu arbeiten, was in der Sowjetunion immer wieder zu Konflikten mit dem System führte. Um künstlerisch arbeiten zu können, besetzten sie bei dem dort herrschenden Wohnungsmangel leerstehende Räume, in denen sie auch Ausstellungen ihrer Arbeiten zeigten. Diese Ausstellungen, welche auch von Journalisten aus dem westlichen Ausland besucht wurden, hatten immer wieder Durchsuchungen und Verhaftungen zur Folge. Bei einer erneuten Verhaftung im Jahr 1984 wurde Evgeni Posin vor die Entscheidung zwischen Ausweisung oder - auf Grundlage eines inszenierten Verbrechens - Haft in einem sibirischen Arbeitslager gestellt.

Im Dezember 1984 verließ Evgeni Posin für immer die Sowjetunion. Seine Brüder folgten ihm zwei Jahre später.

Nach dem Verlassen der Sowjetunion konnten die Brüder endlich frei arbeiten und ihre Bilder ausstellen. 2001 eröffneten sie in Berlin den mittlerweile weltweit bekannt gewordenen "Kunstsalon Posin", wo sie Kopien berühmter Gemälde zeigen und thematische Ausstellungen organisieren. So wurde im Jahr 2005 das 7m hohe Bilderkreuz von Michael Posin ausgestellt, ein Kreuz, das sich aus 16 Einzelbildern zusammensetzt und den Lebens- und Leidensweg Jesu thematisiert. Eines dieser Bilder ist 2004 von Papst Johannes Paul II. bei einer Audienz gesegnet worden. Das Kreuz steht seit 2007 in einem polnischen Kloster sowie ein Porträt des Papstes, das Evgeni Posin nach dem Besuch im Vatikan gemalt hat. Ein Modell des Kreuzes und eine Kopie des Porträts sind jetzt in dieser Ausstellung zu sehen.

M. Schulthes

Evgeni Posin
Michael Posin
Semjon Posin

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02. - 27.September 2020

"Wasser"

Ausstellung von Christopher Lehmpfuhl und Clemens Heinl

 

Der Berliner Maler Christopher Lehmpfuhl und der aus Schwabach in Bayern stammende Bildhauer Clemens Heinl stellen gemeinsam ihre Werke im September 2020 in der Fabrik der Künste in Hamburg aus.

Das umspannende Thema der Ausstellung ist - Wasser. Christopher Lehmpfuhl zeigt überwiegend neue Arbeiten, die er pleinair an verschiedenen Orten gemalt hat. So zeigt er Bilder von der Nord- und Ostsee, Hamburg, Sylt, Usedom, Darß und auch Arbeiten, die 2018 in Irland auf einer Reise im Südwesten am Ring of Kerry entstanden sind. Dabei trägt er dick auf, im wahrsten Sinne des Wortes. Mit den Händen formt Christopher Lehmpfuhl die Ölfarbe zentimeterdick auf die Leinwand und schafft so reliefartige Bilder, die die jeweilige Lichtstimmung der Motive wiedergeben.

Der Bildhauer Clemens Heinl arbeitet figurativ. Seine Menschen-Figuren schneidet er aus einem Holzstamm grob mit der Kettensäge heraus. Anschließend werden sie teilweise farbig gefasst. Clemens Heinl zeigt in dieser Ausstellung Figuren, die die Bildthemen und Motive der Landschafts- und Wasserbilder Christopher Lehmpfuhls aufgreifen und ergänzen. So gibt es Aktfiguren, Figuren in Badeanzügen oder anderer Freizeitkleidung und ähnliches. Wenn man den Figuren von Clemens Heinl das erste Mal begegnet, so ist man fasziniert von der kraftvollen Präsens der Erscheinung, so dass wir uns unserer eigenen Existenz erneut und geradezu körperlich bewusst werden. Die Arbeiten von Christopher Lehmpfuhl und Clemens Heinl korrespondieren nicht nur thematisch, sondern auch formal miteinander. Sie sind in gleicher Weise expressiv und auf wesentliches reduziert. Die beiden Künstler haben schon häufiger zusammen ausgestellt und sind auch seit vielen Jahren miteinander befreundet.


09. Oktober - 11. Oktober 2020

 

"Um die Welt mit Uwe Knuth"

Malerei, Zeichnungen, Pastelle

 

Bildcredits in entsprechender Reihenfolge:

"Haseldorfer Marsch", Acryl

"Elbphilharmonie und Cap San Diego", Acryl

"Rorum Romanum, Rom", Aquarell

"Massai Gruppe", Öl auf Leinwand

"Garküche, Thailand", Aquarell

 


 

21. Oktober 2020 - 17. Januar 2021

Ausstellung

Künstler Anfang des 20sten Jahrhunderts

Otto Dix, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Joseph Scharl, Emil Nolde

(c) Max Beckmann / Sarika mit Zigarette / Lithographie / 1922
(c) Ernst Ludwig Kirchner / Drei Tänzerinnen / Holzschnitt / 1911
(c) Josef Scharl / Schwarzhaariges Mädchen / Öl auf Leinen / 1928