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21. Oktober 2020 - 17. Januar 2021

 

Kunst zu Beginn des 20sten Jahrhunderts – ein Aufbruch

 Eine Kooperation mit der Galerie Nierendorf, Berlin

Eröffnungstag: 21.Oktober 2020 15.00 - 20.00Uhr

Öffnungszeiten: Di. - Fr.: 15.00 - 19.00Uhr; Sa. - So.: 12.00 - 18.00Uhr

Eintritt: 5,- (Kinder und Jugendliche unter 18Jahren frei.)

Veranstaltungen am 06.12.2020 und 17.01.2021

Musikalischer Abend ab 16.00Uhr

In der Zeit vom 21.12. - 05.01. bleibt die Ausstellung geschlossen.

Die Fabrik der Künste zeigt eine Ausstellung renommierter Künstler der 20er Jahre aus dem Fundus der bekannten Berliner Galerie Nierendorf, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum feiert. Darunter große Namen wie Otto Dix, George Grosz, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Müller, Max Pechstein, Joseph Scharl, Emil Nolde und Max Beckmann.

Karl Nierendorf gründete die Galerie 1920 und führte sie bis 1936 gemeinsam mit seinem Bruder Josef. Karl förderte Otto Dix, der zeitweilig zum Hauptkünstler der Galerie avancierte. Außerdem präsentierte die Galerie u.v.a. die "Brücke"-Künstler sowie Lyonel Feininger und Paul Klee. 1937 eröffnete in New York die erfolgreiche "Nierendorf Gallery", während die Berliner Galerie 1938 aufgrund des Regimes der Nationalsozialisten und des bevorstehenden 2.Weltkrieges vorerst schließen musste. Florian Karsch, der Adoptivsohn von Josef Nierendorf, begann 1955 mit dem Wiederaufbau der Galerie und verhalf ihr zu neuem Renommé. Er zeigte die schon von Karl Nierendorf vertretenen Künstler sowie ambitionierte Ausstellungen der Werke von Hannah Höch, Conrad Felixmüller und George Grosz. Seit 2011 führt sein Adoptivsohn Ergün Özdemir-Karsch diese Tradition weiter. Zudem bietet er auch zeitgenössischen Künstlern in der Galerie ein Forum.

Die Ausstellung in der Fabrik der Künste widmet sich inhaltlich dem Lebensgefühl der 20er Jahre, das geprägt war durch Not und Armut nach dem 1.Weltkrieg, aber auch durch Aufbruch und dem Bestreben nach Neuanfang, das den Wiederaufbau und die Industrialisierung vorantrieb. Eine schnelllebige Zeit des Umbruchs, in der besonders in Berlin das Leben pulsierte. Nach der langen Zeit der Entbehrung sehnten sich die Menschen nach Ausgelassenheit und Vergnügen. Dies fanden sie vor allem in Musik, Tanz und Theater, wobei Erotik und Ausschweifung vermehrt enttabuisiert und gesellschaftsfähig wurden. Zeitgleich hatte sich das Selbstwertgefühl und die soziale Stellung der Frauen entscheidend verändert, die sich das Wahlrecht erkämpft hatten und nach Gleichberechtigung strebten.

Bis heute fasziniert dieser Zeitgeist und liefert in seinen vielen Facetten Stoff für zahlreiche Filme, Romane oder Modetrends. Dieses Lebensgefühl der 20er Jahre spiegeln die Arbeiten der verschiedenen Künstler wieder, die intensiv am gesellschaftlichen Leben teilnahmen und dieses in vollen Zügen auskosteten.

Josef Scharl, Pariser Straßenszene, Öl auf Leinwand, 1930
E.L. Kirchner, Vorstadttänzerin, Radierung, 1911
Otto Dix_Frieda, Lithographie, 1930
Conrad Felixmüller, Kohlenbergarbeiter, Farblithographie, 1920

Vorschau 2021


22.Januar 2021 - 31.Januar 2021

"Wandel"

Ausstellung - Malerei und Objekte des Künstlers Ulrich Jenneßen in Kooperation mit der Galerie Goethel.

 

Mit einer assoziativen Wahrnehmung, einer unglaublichen Sensibilität hört Ulrich Jenneßen auf sein Material, hört solange zu, bis er seine mögliche künstlerische Verwendung verstanden hat. Da steckt eine große Liebe zu Material, zu verbrauchten Dingen drin, die andere gar nicht sehen oder als nutzlos und überflüssig übergehen. Und hört man dann die Geschichten, die er zu jedem seiner Bilder oder Skulpturen erzählt, die langen Wege und Prozesse, bis sich die Dinge so ergeben, ihren Platz im künstlerischen Arrangement finden, dann erahnt man etwas von der Intensität dieser Auseinandersetzung.

In seiner aktuellen Ausstellung zeigt der Hamburger Künstler Ulrich Jenneßen 23 Arbeiten, die den in der globalisierten Welt verkapselten Menschen in den Mittelpunkt seiner Aussage rücken. Digital bearbeitet überraschen seine auf Büttenpapier gedruckten Prints in ihrer farblichen Unmittelbarkeit und formalen Ausschnitthaftigkeit. Klassisch akademisch ausgebildet, manipuliert der Künstler unter Einsatz aller Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung seine von der Emotion gesteuerten Ideen. Spuren von Jenneßens künstlerischen Experimenten in den Genres Fotografie, der Malerei werden als fotografische Vorlage für den weiteren Kreationsprozess verarbeitet. In dem Anliegen, sich den Problemen der Zeit zu widmen, stehen seine neu entstehenden Formwelten der technischen und faktenorientierten Welt gegenüber.

Gesetze der klassischen Bildkomposition werden in Jenneßens ‚multiforms’ mit Absicht völlig durcheinander gebracht, um Gefühltes besser sichtbar zu machen. Großen optischen Reiz üben die dramatische Liniengefüge, sattleuchtenden Farbfelder und Formationen aus einzelnen Pixeln seiner medialen Arbeiten aus und stellen ganz neue Anforderungen an die Wahrnehmung.

Neben aller künstlerischen Raffinesse will der Künstler aufmerksam machen auf den von immer mehr äußeren Einflüssen abhängigen Menschen, mit den Folgen von Globalisierung und allgemeiner Weltbeschleunigung in Konflikt stehend, sich von seinen eigenen Bedürfnissen entfremdend.

 

 


17. - 21.Februar 2021

Ausstellung des Künstlers Oliver Dohr - Malerei und Grafik


26. - 28.Februar 2021

„Begegnung“

Art goes public - Kunstaktion


08. - 14.März 2021

Ausstellung des Malers Christian O. Böttger

Eine Kooperation mit der Galerie am Michel.


27. und 28.März 2021

Aufführungen des Bundesjugendballetts John Neumeier


07. - 18.April 2021

"Sacramentum"

Malerei und Jazz-Konzert (08.April) des Künstlers Carsten Dahl. Eine Kooperation mit der Galerie Jens Goethel und Sarah Seidel (NDR Jazz)


22.April - 16.Mai 2021

Ausstellung der Künstler Bruno Bruni, Camilla und Valerio Adami, Eduardo Arroyo